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S.D.
Da ich nicht am Feuer
beteiligt war, musste ich nicht diese Drecksarbeit machen. Stattdessen bin
ich herum gerast und habe den anderen geholfen. Ich habe ihnen Musik
angemacht, etwas zu trinken und etwas zu essen geholt.
D.D.
„Morgenstund soll nicht mit Steinen
werfen“
Nach dem phänomenalen Oxidieren von mehreren hölzernen Materialien, welche
sich nahe der Schaukel zusammen finden ließen, wurde leider eine Ansammlung
„unschuldiger“ Kinder, bzw. Jugendliche dazu genötigt, diverse Tätigkeiten
im Aufgabenfeld der „Sozialarbeit“ zu vollbringen. Zuvor sollte
allerdings die menschenunwürdige Arbeit des „Aufräumens“ geleistet
werden, da die Feuerstelle relativ stark oxidiert war. Daraus resultierte
ein halb-schwarz, halb-weißer Sand. Man bemühte sich dieser Unreinheit zu
entledigen und erwachte aus diesem Grunde auch eine Stunde früher als
geplant. Zu den höchst anspruchsvollen, technisch nur schwer realisierbaren
und körperlich extrem anstrengenden Aufgaben der Chefin des Hauses zählten
dann unter anderem den überflüssigen Rasen mit einer fast menschengroßen,
benzinbetriebenen Maschine (Umgangssprachlich oft „Rasenmäher“ genannt)
zu entfernen. Dies war jedoch nur eine von mehreren sozial-engagierten Tätigkeiten
an diesem, meteorologisch gesehen, sehr sonnigen Morgen. Manchen
„Opfern“ der so genannten „Herbergsmudder“ wurden auch andere
Aufgaben auferlegt. Da wären zum Beispiel: die Küchenarbeit tätigen, den
Müll entsorgen, sowie diverse Wege von Unreinheiten zu beseitigen. Zu den
„unschuldigen“ Kindern, bzw. Jugendlichen zählten rund 90% der Pavillon
Mitglieder unter 18 Jahren. Diese Gemeinschaft hatte an diesem Morgen nicht
besonders viel von dem sogenannten „Spaß“. Dies ist aufgrund der
genannten Dienste zu verstehen. Der Autor dieses wissenschaftlich korrekten
und meisterlich gestalteten Textes bedankt sich hiermit für Ihre
Aufmerksamkeit. Des weiteren bedankt er sich bei der „Herbergsmudder“
und ihrem „Hausmeister“, wünscht noch beiden eine gute Diät und eine
schöne Zeit in der Herberge für den Rest ihres Lebens. |
S.S.
Das Feuer
Nach unserem sensationellen Feuer, das wir mit Hilfe von vielen Stöcken
und einigen Feuerzeugen gemacht hatten, wurden wir, meiner Meinung nach
unnötig bestraft. Was mir bis zum heutigen Tage aber ein Rätsel bleibt,
ist, wie man das Feuer, das ungefähr 1,30 m hoch war und einem „etwas
kleineren Osterfeuer glich, erkennen konnte. Am nächsten Tag sind wir
erneut zum „Ort der Zerstörung“ gegangen und es erschütterte uns,
als wir das Ergebnis unserer Zerstörung erblickten. Nun war also unsere
erste Aufgabe die Feuerstelle zu säubern. Dies stellte sich als ziemlich
schwierig heraus, da wir den ganzen Sandkasten umgraben mussten, damit er
ein wenig „schöner und gepflegter“ aus sah. Dann kam es zu meiner
eigentlichen Strafe. Ich musste mit noch einem anderen Jungen eine kreisförmige
Tischtennisplatte und den dazu gehörigen Platz säubern. Zunächst dachte
ich, das dies eine leichte Aufgabe wäre, doch als ich bemerkte, dass der
Dreck auf der Tischtennisplatte und die Tischtennisplatte selber förmlich
eins waren, fing ich an, die ungünstige Lage zu erkennen. Nach dem die
Tischtennisplatte gereinigt war und drei Lappen schwarz vor Dreck waren,
machte ich mich daran den umliegenden Platz zu reinigen. Dies stellte sich
als die sinnloseste Arbeit dar, die ich je gemacht habe, da die Arbeiter,
welche die gesamte Woche an der Herberge zugange waren, auch an diesem
Tage arbeiteten. Ihre Aufgabe war es Löcher, viele große Löcher in die
Betonträger der Balkone zu bohren. Der Dreck dieser Arbeit fiel ständig
zu Boden, den ich fegen sollte. Nach langer Zeit und vielen Besenschwüngen
machte ich mich für die Abnahme bereit. Ich richtete mir ein wenig die
Haare und hoffte. Als dann schließlich der „Aufseher“ kam, war ich
nervös und zugleich gespannt, was er sagen würde. Ich bereitete mich auf
alles vor, doch als er sagte „gut“, jetzt brauchst du ja nur noch den
Platz zu fegen, war ich doch sehr geschockt. In diesem Augenblick hätte
ich kotzen und dem „widerlichen Drecksack“ voll in die Plauze hauen können.
Doch wie mich ja alle kennen, in meiner ruhigen und gelassenen Art, sagte
ich nur, „ja“. Doch als der „Drecksack“ fort gegangen war, kochte
es erneut in mir hoch und ich wäre beinah kollabiert. Aber dann musste
ich an das im Garten stehende Trampolin denken und dachte mir, „wo ein
Wille ist, ist auch ein Weg“ und befreite den Platz erneut von dem
Dreck, den die Arbeiter in der kurzen Zeit erneut verursacht hatten und
genoss den restlichen Tag um mich zu entspannen. |
F.H.
Das Feuer- Teil II
Was im Teil I geschah:
Die Freunde hatten wegen zu viel Freizeit im Sandkasten ein Feuer
errichtet, welches durch seine Größe von ca. 1,20 m von Herbergsmutter
& Co. Gesichtet wurde. Darauf kam dann auch noch Trainer Frank, worauf
die Freunde sich dann doch entschlossen das Feuer mit Sand zu begießen
und somit zu löschen. Doch es war schon zu spät. Nach zwei Verhandlungen
mit den ziemlich verärgerten Begleitern sollte die Strafe wie folgt
lauten: Sie mussten am nächsten Vormittag unter General Meier und
Hauptmann Erfurt in der Küche und im Garten helfen.
Die Strafe- Teil II
Die Freunde saßen heute bis 9.00 Uhr am Frühstückstisch, als man plötzlich
ein nicht zu leichtes Beben des Fußbodens spürte. Wie gebannt starrten
sie zu der finsteren Tür, welche zur Küche führte. Und dann kam sie;
die Frau, die Lawinen auslöst, wenn sie durch den Schnee stampft. Die
Frau, die andere anmotzt, wenn sie nicht an der Telefonzelle vorbeikommen,
aber es selber nicht schafft. Die Frau, die wegen ihrem Umfang eine eigene
Postleitzahl hat und die Frau, die jeden zum weinen bringt, indem sie die
Hand vor ihrem Gesicht weg nimmt.
DIE DICKE HERBERGSMUDDER – FRAU MEIER. Sie teilte die 12 Jugendlichen,
die sie als ihre Sklaven betrachtete, in Gruppen auf, obwohl diese später
nicht mehr zusammen waren. Sie mussten Arbeiten vom Abtrocknen über Fegen
bis hin zum Rasenmähen verrichten. F., S. und P. wurden zum Essraum
wischen gezwungen, was F. dann aber alleine machen musste. Er begann damit
den Boden sorgfältig vom groben Dreck zu befreien. Dann musste er den
Boden mit einem Handtuch, vom Küchenjungen Eike „Putzlappen“ genannt,
nass zu wischen. Doch etwas später wischte er mit einem trockenen
Handtuch weil es angeblich zu nass war, was dann zu Wasserflecken führten
würde. Nach diesem spannenden Teil der Sklavenarbeit war nun der Garten
an der Reihe. Nachdem F. das Jugendheim einmal durchquert hatte, um sich
beim Hauptmann Erfurt zu melden, fand er ihn schließlich im Fahrstuhl.
Mutig stellte er seinen Fuß zwischen die Tür, damit Florian mitkommen
konnte. Unten angekommen teilte der Hauptmann F. seine Arbeit zu. Er
musste die Wege um die Pavillons und die Hauptwege fegen. Nach einer
vollen Stunde fegen mit Musik und einem Lolli von S. war es dann endlich
11.00 Uhr und wir mussten runter zur Grillhütte zu Hauptmann Erfurt, wo
uns die Kugel dann vom Dienst entließ. |